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Die Mayer-Orgel

 

Das Kirchenschiff wurde 1965 bis 1966 vom bekannten Architekten Prof. Gottfried Böhm hinter der historischen Westfassade der Kirche entworfen und gebaut. Markante Merkmale des Entwurfes sind die polygonale Dachstruktur der Kirchenhalle und die Verwendung von strukturiertem Sichtbeton als Baumaterial. 

 

Auch die von Prof. Böhm geplante Kirchenempore prägt als monolithisch wirkendes Objekt den Innenraum. In einzigartiger Weise bildet die Empore aus Sichtbeton die gesamte Silhouette des großen Orgelkörpers ab – gibt ihm einen optischen Rahmen. Nach diesen räumlichen Vorgaben gestaltete Orgelbaumeister Gerd Mayer in Abstimmung mit Prof. Böhm Anfang der achtziger Jahre den Prospekt der Orgel. Durch die klaren und einheitlichen Formen verschmelzen Empore und Orgelkörper zu einer skulpturhaften Einheit.

 

Das Orgelgehäuse, dessen Bild durch die neun Rundtürme geprägt wird, besteht aus massivem Eichenholz. Dieses besitzt eine aufwändige Oberflächenbehandlung. Zuerst wurde eine so genannte Räucherbeize aufgetragen, um das Holz abzudunkeln. Danach erfolgte das Auftragen von Kalk auf die Holzoberfläche. Im Anschluss daran wurde dieser Kalk wieder abgerieben. Dadurch blieben nur in den Holzporen weiß scheinende Kalkreste zurück. Abschließend erfolgte eine schützende Lackierung der Holzoberfläche. Die durch ihre Überlängen sehr elegant wirkenden Prospektpfeifen bestehen aus einer Zinn-Blei-Legierung mit 75% Zinnanteil.

 

Die Mayer-Orgel von St. Ludwig darf aufgrund ihrer außergewöhnlichen architektonischen Gestaltung und nicht zuletzt wegen ihrer musikalischen Qualitäten, als ein besonderes Instrument in der Region bezeichnet werden. Die Ähnlichkeiten mit dem ebenfalls von Gottfried Böhm entworfenen Orgelprospekt der Kölner Philharmonie und ihren Rundtürmen, sind als architektonisches Stilmittel unverkennbar. Klanglich wurde Sie in der Vergangenheit durch einige Rundfunk-, Schallplatten- und CD-Einspielungen dokumentiert.

 

Ihre Disposition wurde in Zusammenarbeit von Paul Schneider, Gerd Mayer, Hans-Georg Nicola entworfen.

Die Einweihung fand am 29. März 1980 mit Wolfgang Trost (Marpingen) und Dominique Sauer (Merzig) an der Orgel statt.

 

Das Instrument verfügt über 45 Register, verteilt auf Hauptwerk, Schwellwerk, Rückpositiv und Pedal.

 

 

 

Disposition der Mayer-Orgel

 

 

 

I. Manual · Rückpositiv · C-a’’’

 

Holzgedackt 8’

Quintade 8’

Principal 4’

Metallflöte 4’

Principal 2’

Nachthornterz 1 3/5’

Larigot 1 1/3’

Cymbel 3-4fach

Cromorne 8’

Tremulant

 

 

II. Manual · Hauptwerk · C-a’’’

 

Bourdon 16’

Principal 8’

Gambe 8' (geplant)

Holzflöte 8’

Doppelflöte 8' (geplant)

Octave 4’

Rohrflöte 4’

Tenorflöte 4' (geplant)

Quinte 2 2/3’

Superoctave 2’

Cornet 5fach

Mixtur 5fach

Cymbel 3fach

Trompete 8’

Röhrenglocken (geplant)

 

III. Manual · Schwellwerk · C-a’’’

Gedackt 16’

Principal 8’

Metallgedackt 8’

Salicional 8’

Vox Coelestis 8’

Principal 4’

Nachthorn 4’

Waldflöte 2’

Sesquialter 2fach

Oktävlein 1’

Acuta 3fach

Scharff 4fach 2/3’

Fagott 16’

Hautbois 8’

Clairon 4’

Tremulant

 

Pedal · C-g’

Contrabaß 32' (akustisch)

Principalbaß 16’

Subbaß 16’

Quintbaß 10 2/3' (geplant)

Octave 8’

Pommer 8’

Principal 4’

Octave 2’

Hintersatz 4fach 2 2/3’

Posaune 16’

Trompete 8’

Schalmey 4’

 

Mechanische Schleiflade

Elektrische Koppeln und Registratur

Koppeln:

III-II, III-I, I-II, Melodiekoppel Sub II, Melodiekoppel Super II,

Sub III-III, Super III, Sub III-II, Super III-II, Sub III-I, Super III-I, III-P, II-P, I-P, Super III-P

Walze, 19.200 elektronische Setzerkombinationen


 

 

 

Der neu gestaltete und überarbeitete Spieltisch nach der zweiten Teilrenovierung 2013.

 

 

 

 

Unterstützen Sie unser Projekt  "Hilfe für eine Königin"

 

Die Mayer-Orgel der katholischen Pfarrkirche St. Ludwig ist eine der größten Orgeln im Kreis Saarlouis. Im Jahre1980 erbaut, galt sie lange Zeit auch als eines der modernsten und vielseitigsten Instrumente unserer Region. Seit rund 30 Jahren verrichtet sie ununterbrochen und zuverlässig in Liturgie und Konzert ihren Dienst.

 

Für die dringend notwendige Ausreinigung und Renovierung, benötigt die Pfarrei finanzielle Hilfe. Zur Förderung dieser Maßnahme, wurde im Oktober 2008 der „Orgelbauverein St. Ludwig Saarlouis e.V.“ gegründet.

 

Die Orgel der katholischen Pfarrkirche St. Ludwig Saarlouis wurde im Jahre 1980 von der bekannten saarländischen Orgelbauwerkstatt Mayer erbaut. Seit dieser Zeit erfüllt sie ununterbrochen, Jahr für Jahr, in jedem Gottesdienst treu und zuverlässig ihren Dienst und bildet eine entscheidende Grundlage für eine anspruchsvolle Kirchenmusik. Sie erklingt zu jedem Anlass – ja sie begleitet die Gottesdienstbesucher bei allen wichtigen Etappen des christlichen Lebens: Taufe, Kommunion, Firmung, Hochzeit, Krankensalbung bis hin zum Sterbeamt. So ist sie über Jahre und Generationen hinweg – bewusst oder unbewusst – eine lieb gewordene, ständige musikalische Begleiterin, die die Liturgie der Gottesdienste in St. Ludwig wesentlich bereichert und die Herzen der Gottesdienstbesucher zu erfüllen und empor zu heben vermag. Wolfgang Amadeus Mozart bezeichnete die Orgel allgemein „...in seinen Augen und Ohren...“ auch als die „...Königin aller Instrumente....“.

 

Technisch gesehen ist eine Orgel ein sehr kompliziertes und hoch sensibles Instrument. Neben einer großen Anzahl von Orgelpfeifen verschiedener Bauart (in Saarlouis rund 3.800), verfügt eine Orgel über zahlreiche mechanische Steuerungsteile, die im Laufe der Zeit einem natürlichen Verschleiß unterliegen.

 

Wie bei einem Haus, einem Auto, oder einer komplexen technischen Anlage sind auch bei einer Orgel in größeren Zeitabständen umfangreiche Wartungen und Revisionen erforderlich. Im Zeitraum von 25 bis 30 Jahren sollte eine Orgel ausgereinigt und technisch überholt werden – so empfehlen es Orgelbauer und Orgelsachverständige. Eine solch umfassende Maßnahme ist für die Orgel in St. Ludwig dringend erforderlich. Dies belegt auch ein amtliches Gutachten des Orgelsachverständigen im Bistum Trier, Herrn Domorganisten Josef Still. Herab fallende Russpartikel, über Jahrzehnte verursacht von den Opferkerzen hinter der Orgelempore, haben die Orgel sehr stark verschmutzt und mit einem schmierig-öligem Staubfilm bedeckt, der eine konstante Stimmhaltung nicht mehr möglich macht. Hinzu kommt der Verschleiß zahlreicher elektronischer und mechanischer Bauteile, deren kompletter Austausch erforderlich ist.

 

Der technisch schlechte Zustand des Instrumentes ist für den normalen Zuhörer und Laien nicht direkt erkennbar. Häufig kommt es aber zu Störungen und Ausfällen und die Orgel ist nur noch zum Teil spielbar. Für den Organisten ist es mitunter schwierig, die Orgel klanglich zufrieden stellend zu spielen und zu nutzen.

 

Der Orgelbauverein St. Ludwig Saarlouis e. V. fördert die dringend notwendige Renovierungs- und Sanierungsmaßnahme durch das Sammeln von Spenden. Im Oktober 2009 erschien eine Benefiz-CD mit Musik für Trompete und Orgel. Der Erlös aus dem Verkauf der CD kommt ausschließlich diesem Zweck zu Gute. Eine Reihe von Orgelmatinéen und Konzerten unterstützen seit 2009 zudem dieses Projekt.

 

 

Unterstüzen Sie die dringend notwendige Orgelrenovierung

durch Ihre Mitgliedschaft im Orgelbauverein St. Ludwig,

eine Spende oder den Besuch unserer Benefizkonzerte (Orgelmatinéen und Orgelsoirées etc.)

 

 

Herzlichen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung

 

Armin Lamar

Kantor an St. Ludwig